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Städtereise Turin

Turin befindet sich im Nordwesten Italiens und ist Hauptstadt der Region Piemont. Die Stadt ist etwa 100 km von der französischen Grenze im Westen und 100 km von der Grenze zur Schweiz im Norden entfernt.
© Marco Saracco – Fotolia.com

Der größte Teil der Stadt befindet sich in der Po-Ebene, die im Norden von den Alpen begrenzt wird. Unweit von Turin münden die Flüsse Dora Riparia, Stura di Lanzo und Sangone in den Po. Turin hat eine Fläche von 130 m² und 909.540 Einwohner. Die Stadt ist vor allem als Sitz der bekannten Autohersteller Fiat und Lancia bekannt.

In vorrömischer Zeit wurde das Gebiet um Turin vom Stamm der Taurini, einem keltisch-ligurischen Volk, besiedelt. Die Römer errichteten dort vermutlich im Jahre 28 vor Christus ein Militärlager, das sie Kaiser Augustus widmeten. Noch heute besteht das Quartiere Romano als ältester Teil der Stadt. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches eroberten die Langobarden und die Franken die Stadt, die von Bischöfen regiert wurde. Die Herzöge von Savoyen eroberten im 13. Jahrhundert die Stadt. Im Jahre 1568 wurde Turin Hauptstadt von Savoyen. Während der Schlacht von Turin im Jahre 1706 wurde Turin von den Franzosen belagert. Es gelang ihnen jedoch nicht, die Stadt einzunehmen. Als Italien im Jahre 1861 vereinigt wurde, war Turin für kurze Zeit die Hauptstadt Italiens. Bereits im Jahre 1865 musste Turin den Status der Hauptstadt an Florenz abgeben. Nach der Eröffnung des Mont-Cenis-Tunnels im Jahre 1871 begann in Turin der wirtschaftliche Aufschwung. Fiat wurde im Jahre 1899 gegründet, Lancia im Jahre 1906.

Während der Herrschaft der Herzöge von Savoyen wurden in Turin zahlreiche Schlösser und Residenzen errichtet, die gut erhalten sind und zum Weltkulturerbe zählen. Der Palazzo Reale liegt im Zentrum von Turin und war Sitz der Könige von Piemont-Sardinien und des Königs von Italien. In der Kapelle des Doms von Turin kann das Grabtuch von Jesus Christus im Original besichtigt werden. Es existieren allerdings keine Beweise, ob dieses Tuch tatsächlich Jesus Christus als Grabtuch diente. Im Jahre 1997 wurde es noch kurzfristig vor einem Brand gerettet. Der Palazzo Madama befindet sich im Herzen Turins, auf der Piazza Castello, und kann bereits auf stolze 2.000 Jahre zurückblicken. Der erste italienische Senat hatte dort seinen Sitz. Die Fassade stammt erst aus dem 17. Jahrhundert. In der Mole Antonelliana mit einer Aussichtsplattform auf 167 m Höhe befindet sich ein Filmmuseum. Man hat einen wunderbaren Panoramablick auf Turin, die Alpen und die nähere Umgebung.